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Trinity Farm

Slow Food Messe

SWR International – 04/2013
Griechische Anbieter suchen neue Kunden
Wer kennt Trachanas? Wer weiß, dass es Produzenten gibt, die hausgemachte gefüllte Weinblätter herstellen, die auch danach schmecken? Auf der Slow Food Messe (Messegelände Stuttgart) präsentierten erstmals griechische Erzeuger ihre Produkte. Auch um neue Absatzmärkte zu finden.
Tüten mit Trachanas, Bulgur, Mehl auf der Slow food Messe in Stuttgart, griechischer Produzent Trinity Farm

Trachanas und Bulgur
Viele der regionalen Produkte Griechenlands sind bisher nur Insidern innerhalb des eigenen Landes bekannt – doch die hochwertigen Produkte können sich immer weniger Griechen leisten. Deswegen gehen viele Griechen in die Offensive. Sie waren schon auf der Grünen Woche in Berlin – und nun auch in Stuttgart.
Unter dem Motto „Greece is here“ präsentierten insgesamt sieben Produzenten ihre hochwertigen Produkte: Olivenöl aus Thrakien, stammt von 800-Jahre alten Bäumen stammt, Meeräschenrogen („Avgotaracho“) , Mehl, Trachanas (Weizenschrot) und Bulgur aus Thessalien, Oliven aus Chalkidiki, Paprika aus Florina, Erzeugnisse nach pontischer Art aus Kilkis, Antipasti und Nudeln aus Tinos, Wein und Ouzo aus Thessaloniki.
Alle sieben Teilnehmer sind Familienbetriebe, die auf Qualität achten, teilweise biologisch anbauen. Alexandra Tsianti beispielsweise, hat mit ihrer Schwester das väterliche Gut übernommen und baut dort biologisches Gemüse (Karotten, Knoblauch, Zwiebeln) sowie Weizen an. Das Mehl, das die gelernte Chemieingenieurin herstellt, gibt es nur auf Bestellung – so ist es immer frisch. Marianna Kazaki hatte mit Weinblätter angefangen – für Füllungen. 500 Gläser waren die Anfangsproduktion. Inzwischen gibt es bei ihr auch gefüllte Weinblätter, Marmeladen, Schnaps. Alles aus kontrolliertem Anbau.
Die Finanzkrise der letzten drei Jahre zwingt die griechischen Produzenten, nach neuen Absatzmärkten zu suchen. In Griechenland können sich die Verbraucher diese hochwertigen Produkte oft nicht leisten, so Marianna Kazaki. Ein weiteres Problem: die Großabnehmer zahlen ihre Rechnungen nur verspätet, so die Produzenten Liquiditätsprobleme bekommen, ergänzt Alexandra Tsianti.

Kampf um besseres Image
Oliven, Weinblätter, Gläser – griechische Produkte aus kontrolliertem Anbau von Marianna, Chalkidiki

Oliven und Weinblätter
Doch die Griechen müssen auch gegen Vorurteile ankämpfen: griechische Erzeugnisse haben nicht das Edel-Image wie beispielsweise italienische, für die die deutschen Verbraucher auch gerne viel Geld ausgeben. Griechisches Essen wird in Deutschland oft mit Riesenportionen Fleisch verbunden und weniger mit raffinierten Produkten, die auch noch einen teuren Preis rechtfertigen.
Interessant ist, dass immer mehr junge Griechen auf das Land ziehen und dort nach neuen Wegen für eine nachhaltige Ökonomie suchen, sagt Pavlos Georgiadis, Koordinator für Slow Food Thrakien. Diese jungen Menschen vereinen traditionelles Wissen mit technischer Innovation. Für ihn ist das eine der Möglichkeiten, aus der Krise herauszukommen. „Olivenöl und Trachanas sind unsere Waffen“, sagt er. „Andere haben wir nicht.“

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